Die Brohltalbahn, auch als Vulkan-Express bekannt, fährt von Brohl-Lützing am Rhein nach Engeln und zurück. Dies ist eine Strecke von 17,5 km, die mit einer geruhsamen Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h zurückgelegt wird. Das weitere Stück der Strecke über Weibern bis Kempenich wurde am 1.Oktober 1974 stillgelegt und die Schienen wurden entfernt.
Regelmäßig fährt der Vulkan-Express als Tourismus-Bahn und bietet dem Fahrgast zusätzlich zum Fahrplan zahlreiche Angebote, wie z.B. Fototouren, Frühstücksfahrten oder Brunchfahrten.

Der Name Vulkan-Express besteht seit dem Jahr 1977. Damit wird verdeutlicht, dass der Zug den Vulkanen in der Eifel entgegen fährt.
Die Problematik der Strecke erkennt man daran, dass die Bahn nach Engeln 90 Minuten braucht und zurück nur 72 Minuten. Es ist also eine gewaltige Steigung (399 Höhenmeter) zu bewältigen und dies erfordert entsprechende Zugfahrzeuge.
Dieser Höhenunterschied ist mit ein Grund, warum die Brohltalbahn bis auf die ersten Jahre immer wieder mit Geldproblemen zu kämpfen hatte und öfters von der Stilllegung bedroht wurde – so auch 1991. Allerdings war die Bahn zu diesem Zeitpunkt mit Hilfe der Interessengemeinschaft Brohltal-Schmalspureisenbahn (IBS) mit über 50.000 Fahrgästen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor geworden. Aber erst einmal von Anfang an.


Das Geburtsjahr der Brohltalbahn wurde mit der Eröffnung der Strecke Brohl-Engeln am 14.01.1901 gefeiert und im Jahre 1902 folgte die Erweiterung bis nach Kempenich.

Die Bauarbeiten hatten im Frühjahr 1986 begonnen. Man entschied sich aus Kostengründen für eine Schmalspurbahn mit einer Schienenbreite von genau einem Meter. Ziel war es, die durch die erloschenen Vulkane reichhaltig vorhanden Bodenschätze wie Tuffstein und Basalt, die bisher mit Pferdetransportern bewegt wurden, auf die Bahn zu verlegen. Dies machte die Bahn in den ersten Jahren rentabel.


Doch durch die zunehmende Motorisierung machte die Straße der Bahn Konkurrenz. Dadurch dass die Besitzerin der Bahn die Brohtaleisenbahn GmbH (BEG) eine Buslinie einsetzte, schadete sie selbst ihrer Bahn zusätzlich. Das Fahrgastaufkommen sank auf unter 4000 und die transportierten Güter auf 10.000 Tonnen. Die Brohltalbahn sollte stillgelegt werden.
Daraufhin gründeten Eisenbahnfreunde am 02. 09.1987 im Bahnhof Burgbrohl mit der Interessengemeinschaft Brohltal-Schmalspureisenbahn (IBS) einen gemeinnützigen Verein. Sie organisierten Sonderfahrten und schufen einen Fahrplan. Die so erzielten Einnahmen gingen an die BEG. So war die Stilllegung der Bahn fürs erste vom Tisch.

Von da an kümmerte sich die IBS um den Ablauf des Schienenverkehrs, die Schienen und die Immobilien blieben im Besitz der BEG.
Trotzdem kam die Bahn wirtschaftlich nicht in Schwung und die BEG gliederte den Eisenbahnverkehr aus. Daraufhin übernahm die Interessengemeinschaft die Belange und gründete eine Betriebs GmbH als den neuen Betreiber des Schienenverkehrs.


Dank der Mitarbeiter und der vielen ehrenamtlich Tätigen sowie Spenden kann die Brohltalbahn heute existieren.


Zusätzlich zum Personenverkehr besteht heute Güterverkehr. Und zwar wird Phonolith (zu Deutsch Klingstein) damit transportiert. Nicht ganz freiwillig von der abbauenden Firma. Doch die Straße ist für LKWs über 7,5 Tonnen gesperrt, weil die Straßen dort sehr eng sind und gewisse Gefahrenpunkte, wie Schulen vorhanden sind. Durch den Güterverkehr erhält die Brohltalbahn Zuschüsse vom Land und diese sorgen mit für den Erhalt des Vulkan-Express.

.

>>> Fotos der Fototour mit der Lok 11sm >>>

>>> Fahrplan, Sonderfahrten, Beschreibung der Strecke und mehr bei Vulkan-Express.de >>> (externer Link)

.

Quellen (externe Links)

>>> Vulkan-Expres >>>

>>> Wikipedia >>>

>>> ARD Mediathek >>>