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Einsatzübung: Großer Knall im Ruppenberg-Tunnel

Kreis Ahrweiler

Feuerwehr, THW und DRK trainieren unter realistischen Einsatzbedingungen den Ernstfall

„Anwohner aus Schuld in der Nähe des Ruppenberg-Tunnels melden einen lauten Knall und haben Erschütterungen wahrgenommen“, beschrieb Sebastian Heinrich von der Freiwilligen Feuerwehr Schuld, neben Christian Niemeyer vom Technischen Hilfswerk (THW) aus Ahrweiler, einer der beiden Organisatoren der Übung. Auch wurde von einer Gruppe spielender Kinder in Tunnelnähe berichtet. Mehr als 100 Einsatzkräfte von den örtlichen Feuerwehren, THW und Deutschem Roten Kreuz (DRK) übten den Einsatz bei einem Tunnelunfall.

Einsatzkräfte der Feuerwehr, dem THW und dem DRK.

Dabei stellen die im Kreisgebiet genutzten unterirdischen Verkehrsanlagen (Tunnel), wie der Lingenbergtunnel, potentielle Einsatzstellen dar. „Gerne unterstützen wir als öffentliches Unternehmen die Hilfs- und Rettungsorganisationen bei der Bereitstellung eines realistischen Übungsobjektes“, ergänzt der Werkleiter des Zweckverbandes Wasserversorgung Eifel-Ahr Theo Waerder. Der Zweckverband nutzt den 275 Meter langen ehemaligen Eisenbahntunnel der Ahrtalbahn zurzeit als Trasse für eine Wassertransportleitung.

Landrat Dr. Jürgen Pföhler in der Mitte der Einsatzkräfte mit den beiden Organisatoren Sebastian Heinrich (l.) und Christian Niemeyer (r.).

Landrat und Verbandsvorsteher des Zweckverbandes Dr. Jürgen Pföhler hatte sich spontan bereit erklärt, die Schirmherrschaft über die Veranstaltung zu übernehmen. In seiner Ansprache betonte er, wie unverzichtbar THW, Feuerwehren und DRK für unser Rettungssystem sein. Ferner zollte er der geleisteten ehrenamtlichen Arbeit Respekt und sprach von Anerkennung der gesamten Gesellschaft. Besonders war er stolz, auf den Einsatz der Kräfte hier im Landkreis, wobei diese übergeordnete Übung nochmals eine besondere und herausragende Leistung darstelle.

Die beiden Organisatoren Christian Niemeyer (THW, l.) und Sebastian Heinrich (Feuerwehr, r.).

„Am 24. März 1999 starben mehr als zehn Menschen bei einem Brand im Mont-Blanc-Tunnel in den Alpen. Ein Einsatz in einem Tunnelbauwerk stellt daher für jede Einsatzkraft eine besondere Herausforderung dar“, führen die beiden Organisatoren Niemeyer und Heinrich, als ein Beweggrund für diese Übung an. Eine Übung in diesem Umfang stelle an die Vorbereitung schon beträchtliche Anforderungen. So musste, um eine Vernebelung der Tunneleingangs Fuchshofen zu erreichen, eine Rauchsperre von THW und Feuerwehr eingebaut werden.

Helfer des THW bringen Beleuchtungsmaterial in den Tunnel.

Diese war erforderlich, da auf Grund der Ost-West-Ausrichtung des Tunnels und der damit verbundenen „Kaminwirkung“ der natürliche Luftdurchlass zu stark war. Mädchen und Jungen aus Jugendfeuerwehr und THW Jugend stellten die Verletzten dar und wurden durch das DRK realistisch geschminkt.

Übungsbeginn für die eingesetzten Kräfte war 10:15 Uhr. Die Feuerwehr Schuld traf am Einsatzort Ruppenbertunnel ein und übernahm die Einsatzleitung. Bei einer Schadenslage in diesem Umfang ist eine sofortige Nachalarmierung weiterer Einheiten erforderlich.

Einsatzleiter der Feuerwehr Schuld Sebastian Heinrich (l.) bespricht mit dem Zugführer des THW Ahrweiler Thomas Wruck die weiteren Maßnahmen.

So musste der Tunneleingang „Schuld“ freigeräumt und ausgeleuchtet werden. Hierzu bedurfte es des Fachwissens der Helfer des THW aus Ahrweiler und Sinzig, die das Bewegen von Lasten, die Befreiung von Verunglückten aus schwierigen Lagen und das komplette Ausleuchten des 275 Meter langen Tunnels trainierten. „Die Helfer des THW sind Spezialisten, um Verletzte aus Trümmerbereichen wie nach einem Tunneleinsturz oder Erdbeben zu retten“, fasste Christian Niemeyer vom THW Ahrweiler die Aufgabe der Bergungs- und Fachgruppen zusammen.

Einsatzkräfte der Feuerwehr und des THW bereiten sich auf ihren Einsatz vor.

Im Tunnelabschnitt „Fuchshofen“ übten die Ortsfeuerwehren aus Adenau, Dümpelfeld und Reifferscheid sowie eine Bergungsgruppe des THW Ahrweiler die Brandbekämpfung, die Rettung von Verunglückten unter Atemschutz, sowie das Überwinden von Hindernissen unter schwierigen Bedingungen „Bei einem Tunnelbrand entstehen in kürzester Zeit sehr hohe Temperaturen, die selbst den Asphalt der Straßendecke zum Schmelzen bringen können“, erläuterte Heinrich die Gefahren bei einem Tunnelbrand. „Des Weiteren musste das Löschwasser durch die Feuerwehr aus der nahegelegenen Ahr an den Brandherd transportiert werden. Auch war wegen der starken Rauchentwicklung das Tragen der Atemschutzgeräte erforderlich.“

Atemschutzträger der Feuerwehr und des THW gehen zur Einsatzstelle.

Das DRK übt bei diesem Szenario den Einsatzablauf bei einem Massenanfall von Verletzten. Die Fachkräfte des Rettungsdienstes führten die erste medizinische Versorgung der Verunglückten durch und sorgten für den Abtransport zu einem extra eingerichteten Behandlungsplatz. „Bei solch einer außergewöhnlichen Schadenslage ist eine gute Koordinierung der Rettungskräfte entscheidend für eine effektive Behandlung der Verletzten“, so der DRK Kreisbereitschaftsleiter Marco Schlicht.

Atemschutzträger der Feuerwehr und des THW retten einen Verletzten.

„Nur mit einer übergreifenden Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, THW und Hilfsorganisationen wie dem DRK können größere Einsatzsituationen erfolgreich bewältigt werden. Übungen wie heute im Ruppenberg-Tunnel sind daher unentbehrlich, um das Zusammenspiel der einzelnen Akteure zu verbessern“, sind sich die beiden Organisatoren von THW und Feuerwehr sicher. Neben den Ortsbürgermeistern Dr. Rainer Schlömp (Dümpelfeld), Michael Henneberger (Reifferscheid) und Helmut Lussi, (Schuld), informierte sich der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau Guido Nisius über die Inhalte und Ergebnisse der Übung. Nisius dankte den vorwiegend ehrenamtlich tätigen Einsatzkräften für ihre Teilnahme an dieser Übung sowie dem Einsatz für den Katastrophenschutz und in der örtlichen Gefahrenabwehr im Kreisgebiet.

 

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Freitag, 20. Juli 2018

    

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