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Hochwasser-Schutzkonzepte: Gemeinden erhalten 90 Prozent Förderung

Kreis Ahrweiler

Bürgermeisterbesprechung: „Hochwasser kann man nicht verhindern, nur die Schäden abmindern“

Die Kommunen sollen örtliche Hochwasser-Schutzkonzepte aufstellen. Das Land Rheinland-Pfalz fördert die Konzepte nach den Richtlinien der Wasserwirtschaftsverwaltung mit bis zu 90 Prozent der Kosten. Sachkundige Begleitung können sich die Kommunen durch Ingenieurbüros einholen. Bei der Aufstellung der Konzepte erfolgt eine umfangreiche Bürgerbeteiligung.

 Die Bürgermeister wurden informiert: Hochwasser-Schutzkonzepte können Schäden verringern.

So lautet die Empfehlung von Ralf Schernikau, im Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz zuständig für Hochwasserschutz und Hochwasservorsorge, an die Bürgermeister, Ortsbürgermeister und Ortsvorsteher im Kreis Ahrweiler. Zu solchen Konzepten gehörten auch Fragen einer bedarfsorientierten Gewässerunterhaltung, des Gewässerbewuchses sowie der Freihaltung von Brückenfelder durch angeschwemmtes Material.

Der Hochwasserexperte Schernikau berichtete bei der jüngsten Bürgermeister-Dienstbesprechung, zu der Landrat Dr. Jürgen Pföhler rund 170 haupt- und ehrenamtliche Amtsinhaber und weitere Funktionsträger, unter anderem aus dem Kreistag, eingeladen hatte. „Starkregen und Hochwasser", so das zentrale Thema des Abends, hätten Teile des Kreises Ahrweiler Anfang Juni dieses Jahres nachhaltig geprägt, sagte Pföhler mit Blick auf Millionenschäden, 800 beschädigte Gebäude sowie 1.900 aktive Einsatzkräfte mit 35.000 Stunden Hilfeleistungen.

Der Kreis Ahrweiler helfe unter anderem mit Investitionen in den Brand- und Katastrophenschutz, Initiativen wie der Hochwasserpartnerschaft Ahr, dem Naturschutz-Großprojekt Obere Ahr-Hocheifel oder gezielten Einzelprojekten, etwa der naturnahen Umgestaltung des Mündungsbereichs des Trierbachs in Müsch, so Pföhler.

Die Bürgermeister wurden von einen Experten-Duo informiert. Wolfgang Schäfer von der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord in Koblenz, als Gebietssachbearbeiter zuständig für den Bereich Ahr, berichtete unter anderem über die geplante Gewässerschau an 80 Kilometern entlang der Ahr.

Schernikau stelle unmissverständlich klar: „Hochwasser hat es immer gegeben. Für den Menschen wird es erst dadurch zur Katastrophe mit hohen Schäden, weil er ohne Rücksicht auf die Gefahr in die überschwemmungsbedrohten Flächen hineingebaut hat." Hochwasser könne man nicht verhindern. Durch Wasserrückhalt in der Fläche oder Gewässerrenaturierung lasse sich örtlich Hochwasser jedoch abmindern. Großes Hochwasser in größeren Flüssen könne man dadurch wiederum nicht beeinflussen, so der Mainzer Fachmann, der seinen Vortrag mit Dokumenten von historischen Ahr-Hochwassern unterfütterte, etwa aus dem Jahr 1910.

Zu Rückhaltebecken sagte Schernikau: Diese seien für bestimmte Abflussmengen dimensioniert und könnten nicht beliebig groß gebaut werden. Auch technische Schutzmaßnahmen wie Mauern und Dämme könnten das Hochwasser nur bis zu einer bestimmten Höhe abhalten.

Zum Ahr-Hochwasser Anfang Juni legte Schernikau Statistiken vor, die den Begriff „Jahrhundertereignis" rechtfertigen. Die seit 1947 gemessenen Hochwasserstände am Pegel Altenahr belegten für die Hochwasser der Jahre 1966, 1984, 1988 und 1993 Stände zwischen 321 und 349 Zentimeter - am 2. Juni 2016 seien es 371 Zentimeter gewesen.

 

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