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Artikel zum Thema: Maria Laach



Pfarrer Rainer Maria Schießler im Laacher Forum und seine Sicht von Kirche

Maria Laach

Der beliebte Münchner Stadtpfarrer Rainer Maria Schießler hat auch im Rheinland seine Fangemeinde. So war das Klosterforum bei seinem zweiten Vortrag in Maria Laach bis zum letzten Platz besetzt.
„Jessas, Maria und Josef!“ heißt sein neuestes Buch, ein Ausspruch, der freudige und erschreckende Ereignisse kommentiert. Im Laacher Forum sprach der Münchner Pfarrer über Dinge, die im Alltag tragen und Halt geben. „Gott zwingt nicht, er begeistert!“, lautet sein Credo.
Schießler empfindet sich im Gegensatz zu einer Kirche des Lehramtes, die er von Kardinälen und Bischöfen repräsentiert sieht. Und selbst Papst Franziskus, weil er Abtreibung mit Auftragsmord verglichen hat, ist vor seiner scharfen Zunge nicht sicher. Statt Glaubenssätze will Schießler lebenspraktische Hilfen. Und der Referent erzählte, wie er als junger Priester eine Frau, die ihr Kind abtreiben wollte, in ein Babyausstattungsgeschäft brachte und diese so umstimmen konnte. Auch mit dem Verkauf seiner Bücher, der Erlös fließt in eine Stiftung ungewollt schwangerer Frauen, will er praktische Hilfe leisten.

Foto: E.T. Müller

Zwei humorvolle „Weihnachtliche Harfenlesungen“

Maria Laach

mit Ulla van Daelen und Elke Heidenreich im Laacher Forum
 
Doppelte Freude im Laacher Forum. Gleich zweimal begeisterten Harfenistin Ulla van Daelen und Journalistin Elke Heidenreich ihr Publikum im ausverkauften Klosterforum Maria Laach, adventlicher Schlussakkord des Laacher Forums im Herbst 2018. Aber wie kamen die beiden Vertreterinnen der schreibenden und der musizierenden Zunft zusammen? Ulla van Daelen verriet, dass Elke Heidenreich und sie schon lange gemeinsam was machen wollten. Jedoch bekannte Elke Heidenreich, „Weihnachten ist nicht mein Ding“, und ergänzte frohgemut: „Ich lass mich überraschen und freue mich, dass ich mit Ulla hier sein darf“, um gleich aus dem Kopf ein heiteres Gedicht von Erich Kästner zu rezitieren: „Morgen, Kinder, wird’s nichts geben! Nur wer hat, kriegt noch geschenkt. Mutter schenkte euch das Leben. Das genügt, wenn man's bedenkt.“

Elke Heidenreich (links) und Ulla van Daelen (rechts) boten in Text und Musik zwei unterhaltsame und auch nachdenkliche Abende. Foto: E.T. Müller

Auf der Suche nach dem Ursprung des Bösen

Maria Laach

Gedanken von Jehuda Bacon im Laacher Forum von Dr. Manfred Lütz vorgestellt
Eine für Dr. Manfred Lütz ungewöhnlich ernste Veranstaltung und Herausforderung, statt frei vortragend den Abend als Lesung zu gestalten. Manfred Lütz las im Laacher Forum aus seinem neuesten Buch „‚Solange wir leben, müssen wir uns entscheiden‘ – Leben nach Auschwitz“. Darin berichtet Lütz von einer der wichtigsten Begegnungen seines Lebens, vom Zusammentreffen mit dem Künstler Jehuda Bacon, einem der letzten Auschwitz-Überlebenden. „Jehuda ist der eindrucksvollste Mensch, den ich je erlebt habe. Seit ich ihm begegnet bin, lebe ich anders, mein Leben ist heller geworden“, so der Theologe, Psychotherapeut und Mediziner im Laacher Forum. Nüchtern hatte Jehuda Bacon ihm vom unvorstellbaren Grauen in Auschwitz berichtet, „aber als er von den Menschen erzählt, die ihm den Glauben an die Menschheit wiedergegeben haben, da spürt man eine tiefe Rührung, die umso ergreifender ist, wenn man erfährt, dass er jahrelang nicht mehr weinen konnte. Auschwitz hatte seine Tränen versiegen lassen.“ Jehuda Bacon sprach von Premysl Pitter, der ihn und andere Kinder nach dem Krieg in ein Waisenhaus aufgenommen hatte, Juden und Hitlerjungen. Diese umsorgte er mit so viel Liebe, dass die Kinder wieder Zuversicht schöpften. „Er war ein Mensch, der uns nicht durch Predigen und viel Reden, sondern durch seine Güte und Liebe gewonnen hat. Er zeigte uns die Möglichkeit der Liebe, der Menschlichkeit. Und so war er für uns die Verkörperung der Möglichkeit: Nicht alle sind böse. Premysl Pitter hat mir den Glauben an die Menschheit zurückgege-ben“, zitierte Manfred Lütz Jehuda Bacon.

Foto: E.T. Müller

„Schattenkind“ und „Sonnenkind“ im Laacher Forum

Maria Laach

Stefanie Stahl gab hilfreiche Tipps zur Lösungen innerer Fragen und Probleme
 
Das Klosterforum Maria Laach ist bis zum letzten Platz besetzt, Stefanie Stahl spricht zum Thema „Das Kind in dir muss Heimat finden“. Was unterscheidet diese Frau von anderen Psychologen, dass über 500 Menschen zu ihrem Vortrag ins Laacher Forum kommen? Die Diplom Psychologin aus Trier gibt zusätzliche zu ihrer Arbeit als Therapeutin, Autorin und Referentin auf der Homepage und in ihren Büchern Fragebögen und Leitlinien an die Hand, die Selbstdiagnose und Eigentherapie ermöglichen, liegen keine Gewalterfahrungen und Traumatisierungen vor. Aber was ist mit diesem inneren Kind gemeint, das als „Schattenkind“ oder als „Sonnenkind“ an frühkindliche Erfahrungen anknüpft? „Glaubenssätze“ wie „ich genüge nicht“ zeichnen das Schattenkind aus. Da gab es vielleicht eine überforderte Mutter, die dem Kind nicht genügend Aufmerksamkeit gegeben hat. Das Kind verspürte Ablehnung, die später vom Erwachsenen gefürchtet wird.

Signierstunde in Maria Laach

Maria Laach

Die Drei können schreiben. Davon konnten sich die Besucher der Buch- und Kunsthandlung Maria Laach am Samstag überzeugen. (Von links) Ulrike Bliefert, Ralf Kramp und Andreas J. Schulte signierten über eine Stunde ihre neuesten Eifelkrimis. Während Ulrike Blieferts Thriller „Die Samariterin“ in der Gegend um Mayen – Kürrenberg spielt, dieses Stück Eifel hatte die Autorin und Schauspielerin bei ihrer Filmarbeit kennengelernt, wartet Ralf Kramp mit seinem achten Herbie Feldmann Krimi auf, der Westernatmosphäre in die Eifel bringt. Im Roman „Eifelfieber“ führt der Andernacher Autor Andreas J. Schulte seine Leser ins stille Pöntertal, wo es allerdings um das ganz große Ding mit gefälschte Medikamente und Millionen geht.

Foto: E.T. Müller

„Freunde kann man sich aussuchen, Geschwister nicht“

Maria Laach

Pater Anselm Grün im Laacher Forum zum Thema Geschwisterbeziehung
„Freunde kann man sich aussuchen, Geschwister nicht“; über sein Verhältnis zu seinen sechs Geschwistern und über Geschwisterbeziehungen von Kain und Abel bis heute unterhielten sich Pater Anselm Grün OSB und Verlagsleiter Stefan Wiesner vom bene! Verlag im Laacher Forum. Dabei konnte der Bestseller-Autor dank seiner jahrzehntelangen Beratungspraxis aufzeigen, wie Geschwisterbeziehungen gelingen. Doch sind diese für Anselm Grün alles andere als leicht: „Wer den Satz glaubt, iss deinen Teller leer, dir wird nichts weggenommen, der hat keine Geschwister.“ Und er nannte das bekannte biblische Geschwisterpaar Kain und Abel. Kain, der Ältere, versucht Anerkennung zu bekommen und erschlägt seinen Bruder Abel.

Foto: E.T. Müller

Die Bibel und die Politiker

Maria Laach

Malu Dreyer und Nikolaus Schneider im Laacher Forum zu Glaube und Politik
„Es geht heute Abend um den Menschen und um den Glauben von Menschen, was der Glaube ihnen heute sagt.“ Mit diesen Worten begrüßte Pater Petrus Nowack OSB im Klosterforum Maria Laach die Zuhörer sowie Ministerpräsidentin Malu Dreyer, den Ratsvorsitzenden a.D. Nikolaus Schneider und Joachim Frank, Journalist und Chefkorrespondent der DuMont Mediengruppe.

(von links) Nikolaus Schneider, Malu Dreyer und Joachim Frank kamen im Laufe des Abends auch mit dem Publikum ins Gespräch. Foto: E.T. Müller

Ehrenamtstag der Caritas in Maria Laach

Maria Laach

Caritasverband dankte ehrenamtlichen Mitarbeitern mit einer Feier im Klosterforum
Weit über 400 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat der Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V. in Ahrweiler, Andernach und Mayen, Menschen, die dem Beispiel der heiligen Elisabeth als der Schutzpatronin der Caritas folgen. Im Klosterforum Maria Laach konnte Christoph Schmitz, Vorsitzender des Caritasverbandes, viele ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Andernach, Mayen, Polch und Mendig begrüßen, wobei 35 Ehrenamtliche auf fünf bis 40 Jahre im Dienste der Caritas zurückblickten.
Pater Petrus Nowack OSB, der den Caritätern die besten Wünschen von Prior-Administrator Pater Andreas Werner OSB überbrachte, hob die Besonderheit des ehrenamtlichen Tuns hervor: „Ehrenamtliche führen Menschen zusammen. Sie erfahren, wie sie gebraucht werden und wie man anderen eine Freude machen kann. Der Dienst an den Armen ist allem anderen vorzuziehen, auch während der Gebetszeiten“, zitierte Pater Petrus den heiligen Vinzenz von Paul aus dem 17. Jahrhundert wörtlich: „Ihr habt eine fromme Handlung unterlassen, um eine andere zu leisten.“

Humor und Tiefgang im Laacher Forum mit dem „Bergischen Jung“

Maria Laach

Unter dem Motto „Lachen, Leiden, Lust am Leben“ war der Bergische Jung im Laacher Forum zu Gast. Für Diakon Willibert Pauels ein Heimspiel, „sind die Eifler doch Rheinländer in verschärfter Form“. So hatte er bald nicht nur die Laacher, sondern auch die Lacher auf seiner Seite. Humor ist für Willibert Pauels eine christliche Tugend, ganz im Sinne des von ihm zitierten Pater Brown: „Humor ist Teil der Religion. Nur wer über den Dingen steht, kann sie belächeln.“ Humor und Religion helfen, auch Tiefpunkte des Lebens zu meistern, wobei Religion für Willibert Pauels die befreiende Kraft besitzt. Schließlich sei es „nicht bekloppt, an Gott zu glauben.“ Pauels Vortrag oszillierte zwischen Humor, Tiefgang, Witz und Ernst. Ganz offen sprach der große Karnevalist über die „Höllenkrankheit Depression“. Diese hatte ihn zeitweise so aus der Bahn geworfen, dass er sich über nichts mehr freuen konnte. Die Suizidrate depressiv veranlagter Menschen ist dreimal so hoch wie die Zahl an Verkehrstoten, führte der Referent aus: „Deshalb erzähle ich davon, damit das Thema Depression aus der Schamecke kommt.“

Husch Josten im Laacher Forum stellte spannendes Buch vor

Maria Laach

Glaubens- und Sinnfragen thematisierte die Autorin in Maria Laach
Nicht von ungefähr fand die Lesung der Kölner Buchautorin Husch Josten in der Klosteraula von Maria Laach statt, denn ein Kapitel ihres mittlerweile fünften Romans spielt im Kloster Maria Laach.
Doch bevor die Autorin aus ihrem neuen Werk las, führte Matthias Wilken, Leiter der Buch- und Kunsthandlung, mit ihr ein erhellendes Gespräch. Schließlich ist der neue Roman von Husch Josten ein Buch, das in aller Leichtigkeit über den Glauben und über Glaubensrichtungen spricht. So beschäftigen sich die Autorin und ihr Protagonist Hora mit der Frage, aus welchem Grund der lebensfrohe Patenonkel Georg, eine schillernde Persönlichkeit, in ein erzkonservatives Kloster eingetreten ist.

Der Ausflug in die Jesuitenbibliothek war ein Höhepunkt des Abends. / Foto: E.T. Müller

Zeit zur Muse, Ruhe und Besinnung bei der Laacher „Mondschein-Schmökernacht“

Maria Laach

Sandra Friedrich, Birgit Kneip und Patricia Scheuren hatten an alles gedacht und die Buch- und Kunsthandlung Maria Laach mit entsprechenden Weinen, Sekt, Tees und leckerem Fingerfood auch in eine kulinarische Wohlfühloase verwandelt. So wurde die „Mondschein-Schmöker-Nacht“ auch zu einem Erlebnis für den Gaumen.
Besonders genossen es die zahlreichen Gäste aus Nah und Fern, in Neuerscheinungen zu schmökern und sich nach passenden Weihnachtsgeschenken umzuschauen.
Am Ende des Abends las Patricia Scheuren die anrührende Geschichte von der „Kerze gegenüber“, die aus anonymen Mehrfamilienhäusern eine Gemeinschaft von Menschen macht. Und wie es sich für eine Gutenachtgeschichte gehört, verteilten die Mitarbeiterinnen zum Ende „Betthupferl“, bestehend aus einem Piccolo und einer kleinen Überraschungstüte.

Bücher, Wein und Fingerfood. (Von links) Patricia Scheuren, Birgit Kneip und (nicht auf dem Bild) Sandra Friedrich machten die „Mondschein-Schmöker-Nacht“ zu einem kulinarisch-literarischen Erlebnis. / Foto: E.T. Müller

Mathias Jung im Laacher Forum hob „Schätze der Kindheit“

Maria Laach

Es war der Abschluss und heimlicher Höhepunkt des ersten Laacher Gesundheitstags. Dr. Mathias Jung sprach im Klosterforum über „Die Schätze der Kindheit“. Aber wo sind die „Schätze der Kindheit“, wenn 500.000 Kinder im familiären Bereich missbraucht werden, wenn Kinder von ihren Eltern deformiert werden und sich nicht entfalten können? Es sind die Wunden, die sich der Gestalttherapeut anschaut und benennt.

Erster Laacher Gesundheitstag war ein voller Erfolg

Maria Laach

Viele Besucher kamen zum ersten Laacher Gesundheitstag, um mehr über „Gesundes für Körper und Seele“ zu erfahren. Die bunten Stände regionaler Gesundheitsanbieter informierten u.a. über die Themen gesunde Ernährung, progressive Muskelentspannung, Shiatsu, Wandern und Achtsamkeit, Laufen, Tai Chi oder QiGong. Immer wieder konnten die Besucher Angeboten wie Wald baden, Klangschalenmeditation oder Yoga selbst ausprobieren. Außerdem sprach Diplom Psychologe Hasan El-Khomri im Klosterforum über Glück und Gelassenheit.

„Gemeinsam im Sozialraum unterwegs“

Maria Laach

Caritas-Fachtagung mit Professor Dr. Wolfgang Hinte brachte Profis ins Gespräch
Zur Fachtagung im Klosterforum nach Maria Laach hatte der Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V. eingeladen. „Gemeinsam im Sozialraum unterwegs“ waren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Caritasverbands aus Ahrweiler, Andernach und Mayen sowie Kooperationspartner von Kommunen, Behörden, Familienbildungsstätten, der Lebensberatung, Krankenhaus, Behinderteneinrichtungen, von der Fachstelle Jugend, kooperierenden Pflegeeinrichtungen, Seniorenzentren sowie Vertreter der pastoralen Arbeit und aus der Politik. Caritas-Geschäftsführer Richard Stahl freute sich, so viele unterschiedliche Professionen an einem Ort zu begrüßen, „denn Sozialarbeit kann nur vernetzt funktionieren.“

Professor Hinte (Foto: E.T. Müller)

Musikalisches Feuerwerk zum Jahreswechsel

Maria Laach

Ensemble „Musici di Sayn“ bot festliches Silvesterkonzert in der Abteikirche Bendorf Sayn
Glanzvoll ging das alte Jahr mit einem festlichen Barockkonzert in der vollbesetzten Abteikirche Bendorf Sayn zu Ende. In diesem Jahr hob das Ensemble „Musici di Sayn“ wieder einige musikalische Schätze, die zu Unrecht vergessen sind oder einfach zu selten aufgeführt werden.
Den Auftakt jedoch bildeten die Musiker mit dem beliebten und prächtigen Konzert in D-Dur für Trompete und Orchester von Georg Philipp Telemann, wobei Andreas Stickel auf seiner Trompete diesem Silvesterabend den barocken Glanz verlieh.

„Aus, Amen, Ende?“: Thomas Frings im Laacher Forum

Maria Laach

Mit Thomas Frings hatte die Buch- und Kunsthandlung Maria Laach einen bekannten Bestsellerautor und Priester ins Laacher Forum geladen. Zu seinem Vortrag waren auch einige Geistliche aus der Region gekommen, die seine Sicht von Kirche und Seelsorge kennenlernen wollten. Schließlich berichtete der katholische Priester über seinen Leidensweg und weshalb er 2016 nach 30 Jahren als Pfarrer aufgehört hatte, aber als Priester weitermacht. Frings, 1987, geweiht, hatte noch eine Kirche mit vielen Gottesdienstbesuchern und einer großen Zahl an Amtskollegen erlebt, doch die Berufungen gingen zurück: „Wir waren 40 Priesteramtskandidaten in einem Jahrgang, rund 120 bis 130 insgesamt, heute Null!“


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